Ätherische Öle richtig anwenden – Eine Einführung in die Arbeit mit naturreinen, biologischen Ätherischen Ölen
Hallo und herzlich willkommen! Ich freue mich, dich in die faszinierende Welt der ätherischen Öle einzuführen. Seit vielen Jahren arbeite ich nun schon erfolgreich mit diesen kostbaren Essenzen und weiß um ihr unglaubliches Potenzial für dein Wohlbefinden.
Wie kannst du nun Ätherische Öle richtig anwenden? Ätherische Öle sind die hochkonzentrierten, flüchtigen Pflanzenstoffe, die der Pflanze ihren typischen Duft, ihre Abwehrkraft und ihre Lebensenergie verleihen. Bei korrekter Anwendung sind sie wahre Geschenke der Natur – vorausgesetzt, wir wählen die beste Qualität.
Die Wichtigkeit der Qualität: Naturrein & Biologisch
Der Markt ist leider voll von synthetischen oder gestreckten Duftölen. Für eine therapeutische Wirkung und um deine Haut und Atemwege zu schonen, ist es essenziell, ausschließlich naturreine, biologische Ätherische Öle zu verwenden.
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Naturrein: Bedeutet, das Öl wurde nicht mit synthetischen Stoffen oder anderen Ölen verschnitten. Es enthält 100% der Pflanzenchemie.
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Biologisch (kbA – kontrolliert biologischer Anbau): Stellt sicher, dass die Pflanzen ohne Pestizide und chemische Dünger gewachsen sind, was sowohl das Öl als auch deine Gesundheit schützt.
Achte beim Kauf immer auf diese Kennzeichnungen!
⚠️ Der wichtigste Schritt: Die Bedeutung des Trägeröls
Dies ist die wichtigste Lektion für jeden Neuling in der Aromatherapie: Ätherische Öle dürfen niemals unverdünnt (pur) auf die Haut aufgetragen werden! Deshalb ist es so entscheidend, dass man lernt, wie man Ätherische Öle richtig anwenden muss.
Ätherische Öle sind extrem konzentriert. Ein einziger Tropfen kann die Wirkstoffe von mehreren hundert Gramm Pflanzenmaterial enthalten. Die pure Anwendung kann zu Hautreizungen, Rötungen, Brennen oder im schlimmsten Fall zu Kontaktallergien führen, die dauerhaft bestehen bleiben können.
Was ist ein Trägeröl?
Ein Trägeröl (auch Basisöl genannt) ist ein fettes Pflanzenöl, das aus Samen, Kernen oder Nüssen gewonnen wird (z. B. Jojobaöl, Mandelöl, Kokosöl, Olivenöl).
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Seine Funktion: Es „trägt“ das ätherische Öl sicher in die Haut und verteilt die hochkonzentrierten Inhaltsstoffe auf einer größeren Fläche, wodurch die Konzentration stark reduziert und die Verträglichkeit gewährleistet wird.
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Die Mischung: Für Erwachsene genügen in der Regel 1–3 Tropfen ätherisches Öl auf 10 ml Trägeröl (ca. 0,5–1,5% Mischverhältnis).
Merke dir: Für die Hautanwendung gilt immer: Ätherisches Öl + Trägeröl = Sicherer Genuss!
Ätherische Öle richtig anwenden: So können Ätherische Öle zum Einsatz gelangen
Ätherische Öle entfalten ihre Wirkung über zwei Hauptwege: über die Nase (olfaktorisch) und über die Haut (dermal).
👃 1. Anwendung über die Nase (Inhalation)
Dies ist oft der schnellste Weg, um eine Wirkung auf Stimmung und Emotionen zu erzielen, da der Geruch direkt ins limbische System deines Gehirns geleitet wird.
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Die Duftlampe/Der Diffusor: Der Klassiker! Hier werden 3–8 Tropfen Öl in Wasser gegeben (Duftlampe) oder kalt vernebelt (Diffusor). Ideal, um ganze Räume zu beduften und die Atmosphäre zu verändern (z. B. Zitrone für Konzentration, Lavendel für Entspannung).
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Die Taschentuch-Methode: Die Sofort-Hilfe für unterwegs. Gib 1–2 Tropfen auf ein Taschentuch und atme bei Bedarf ein paar Mal tief ein (z. B. Pfefferminze bei Kopfschmerzen oder Eukalyptus bei verstopfter Nase).
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Die Dampfinhalation: Bei Erkältungssymptomen. Gib 1–2 Tropfen in eine Schüssel mit heißem Wasser, lege ein Handtuch über Kopf und Schüssel und atme 5–10 Minuten tief ein (Vorsicht bei Asthmatikern – hier besser nur sanft inhalieren).
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Duftsteine: Keramiksteine, die Öl aufnehmen und langsam wieder abgeben. Perfekt für das Büro, das Auto oder den Nachttisch.
🤚 2. Anwendung über die Haut (Dermal)
Die Inhaltsstoffe werden über die Haut in den Blutkreislauf aufgenommen und entfalten dort ihre spezifische Wirkung (z. B. schmerzlindernd, muskelentspannend). Hier ist das Trägeröl absolut zwingend notwendig!
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Körperöl (Massageöl): Die beliebteste Form. Vermische dein ätherisches Öl mit einem Trägeröl und massiere es in die Haut ein. Wunderbar zur Entspannung, Muskelpflege oder einfach als tägliche Körperpflege.
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Aromatisches Bad: Ein echter Wellness-Moment! Da Öl und Wasser sich nicht mischen, musst du das ätherische Öl vorher in einem Emulgator lösen – zum Beispiel in 3 EL neutralem Badesalz, Sahne oder Honig. Gib diese Mischung dann ins Badewasser (ca. 5–10 Tropfen ätherisches Öl insgesamt).
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Kompressionen/Wickel: Für gezielte Anwendungen bei Schmerzen oder Schwellungen. Gib 3–5 Tropfen ätherisches Öl (am besten vorher in etwas Trägeröl lösen) in eine Schüssel mit warmem oder kaltem Wasser. Tauche ein Tuch ein, wringe es aus und lege es auf die betroffene Stelle.
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Roll-ons: Eine Mischung aus Trägeröl und ätherischem Öl in einem kleinen Fläschchen mit Rollkopf. Ideal für die punktuelle Anwendung an Pulspunkten oder Schläfen.
Mein Fazit für deinen Start
Beginne deine Reise in die Aromatherapie am besten mit nur wenigen, gut verträglichen Ölen wie Lavendel (der sanfte Alleskönner), Zitrone (für Frische und Konzentration) oder Orange (für gute Laune).
Denke immer daran: Qualität und Verdünnung sind der Schlüssel zu einer sicheren und erfolgreichen Anwendung!
Ich wünsche dir viel Freude und wunderbare Erlebnisse mit diesen Schätzen der Natur!